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Rund 100 Gäste konnten Verbandsdirektor Thomas Eble und Landrat Klaus Pavel am 18. März zum Fahrdienstreffen im Landratsamt in Aalen begrüßen. Wie bereits in den letzten Jahren, hatte der Regionalverband Ostwürttemberg im Rahmen des Projekts KOMOBIL2035 alle Fahrdienste der Region zu einem Informations- und Austauschtreffen eingeladen.

IMG 3294Die Vertreter der 35 ehrenamtlichen Mobilitätsangebote der Region Ostwürttemberg nutzten die Gelegenheit, um dem Landesverkehrsminister ihre Anliegen vorzutragen. Winfried Hermann kam zum Treffen der Fahrdienste, um über die Verbindung von Ehrenamt und Mobilität im Ländlichen Raum zu sprechen. Er versprach über eine Ausweitung der Verwaltungskostenpauschale nachzudenken, die bisher nur von vollöffentlichen Verkehren, wie Bürgerbussen, in Anspruch genommen werden kann. Die meisten Fahrdienste bieten ihre Dienste nur für bestimmte Personengruppen, z.B. Senioren an und können die Pauschale deshalb nicht nutzen.

Minister Hermann betonte aber, dass auch die Kommunen und Landkreise ihren Beitrag zur Unterstützung der Fahrdienste leisten müssen. Nicht nur finanzielle Hilfen, auch hauptamtliche Unterstützung sei gefragt, um Ehrenamtliche zu entlasten. Schließlich wolle ein ehrenamtlicher Fahrer nicht abends auch noch Verwaltungsaufgaben übernehmen.

IMG 3285Das Projekt KOMOBIL2035 wurde vom Verkehrsminister als gutes Beispiel dafür genannt, wie Fahrdienste unterstützt werden können. Die ehrenamtlich getragenen Mobilitätsangebote in der Region seien eine notwendige und gute Ergänzung, dort wo der ÖPNV nicht mehr funktioniere. Im Netzwerk von ehrenamtlichen, kollektiven aber auch öffentlichen Nahverkehrsangeboten zeigt das Projekt Kooperationsformen auf und stellt die Beratung von engagierten Bürgern und Kommunen, die neue Verkehrsangebote eröffnen wollen, in den Mittelpunkt. Durch KOMOBIL2035 haben die Ehrenamtlichen einen Ansprechpartner, der bereits bestehende Mobilitätsinitiativen unterstützt und Kooperationen untereinander anregt. Bedarf sieht Hermann auf dem Land aber nicht nur bei Mobilitätsangeboten. Auch weitere Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie Ärzte, Apotheken, ein Dorfladen oder die Erhaltung einer Gaststätte müssten Unterstützung erfahren.

Fachhochschule für_öffentliche_Verwaltung_KehlWäre es nicht spannend, wenn man das Miteinander und das Gemeinwohl aktiv gestalten kann? Wäre es nicht eine tolle Aufgabe, die Weiterentwicklung von Staat und Kommunen aktiv zu prägen und über die Zukunft einer Gemeinde zu entscheiden?
Ob man nun Landtagswahlen organisiert, Kulturveranstaltungen plant, Mitarbeitende auswählt, über Bauanträge entscheidet oder auf dem Standesamt arbeitet – Die öffentliche Verwaltung bietet als Arbeitgeberin jede Menge.

Hat man erst an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl studiert und das Bachelorstudium „Gehobener Verwaltungsdienst – Public Management“ in der Tasche, ist es oft nur ein Katzensprung zur Führungsposition in der öffentlichen Verwaltung.

Im diesem Bachelorstudiengang studiert man nicht nur an der Hochschule, sondern lernt schon während der einjährigen Praxiszeit die vielfältigen Aufgaben und Ämter der öffentlichen Verwaltung kennen. Einige der Studierenden sammeln diese Erfahrungen auch während eines dreimonatigen Praktikums im Ausland. Da kommt keine Langeweile auf!
Als Beamtenanwärter erhalten die Studierenden zudem monatlich rund 1.200,00 Euro.

Dass der öffentliche Dienst spannend ist, davon können sich Interessierte bei der Schnupperaktion in den Osterferien selbst überzeugen. Am 24. und 25. April 2019 können die Teilnehmenden in verschiedene Vorlesungen der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl reinschnuppern. Bei der Vorstellung der Hochschule und den Studienmöglichkeiten werden alle Fragen beantwortet und beim Campus-Rundgang lernen die Interessierten von aktuell Studierenden das Leben am Campus kennen.

Interessiert?
Bei Interesse melden Sie sich bitte unter www.hs-kehl.de an. Auf der Homepage und bei Renée Arnold erhalten Sie weitere Informationen zum Programm. Sie erreichen Frau Arnold unter: (07851/894-141 und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Bachelor Public Management – Qualifizierter Nachwuchs gesucht

Der demografische Wandel macht auch vor der öffentlichen Verwaltung nicht Halt. Die Berufsaussichten für die Kehler Absolvierenden sind hervorragend.

Frühzeitig fürs Studium und einen Praktikumsplatz bewerben! Das Bewerbungsverfahren für den Bachelorstudiengang „Gehobener Verwaltungsdienst – Public Management (B.A.)“ mit Studienbeginn im September 2020 beginnt am 1. April und endet am 1. Oktober 2019 (www.hs-kehl.de/zulassung). Nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den gehobenen Verwaltungsdienst, kann nur derjenige / diejenige zum Studium zugelassen werden, der / die von der Hochschule und von einer Ausbildungsstelle ausgewählt worden ist. Wer entweder von Seiten der Hochschule oder der Ausbildungsstelle nicht ausgewählt wurde, kann kein Studium an der Hochschule beginnen.

Während der dreieinhalbjährigen Studienzeit werden die Bachelorstudierenden ausschließlich für Tätigkeiten im öffentlichen Dienst ausgebildet. Etwa 95 Prozent der Absolvierenden finden gleich nach dem Studium eine Anstellung.
Ähnlich wie bei einem Studium an der Dualen Hochschule, erhalten die Kehler Studierenden monatlich rund 1.200 Euro. Allerdings sind sie damit nicht an einen Arbeitgeber, also beispielsweise eine bestimmte Kommune oder ein bestimmtes Amt, gebunden. Sie haben vielmehr die Möglichkeit, während der 14-monatigen Praxisphase Einblicke in ganz unterschiedliche und spannende Bereiche der öffentlichen Verwaltung zu erhalten. Auch ein Auslandpraktikum ist möglich.

Derzeit sind 1.400 Studierende an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl immatrikuliert. 40 hauptamtliche Professorinnen und Professoren und rund 400 Lehrbeauftragte vermitteln den Studierenden Know-how aus Wissenschaft und Praxis. Die Studierenden profitieren dabei von den Vorlesungen in Kleingruppen.

WilhelmineChristina Wilhelmina Reichsgräfin von Würben, Gräfin zu Welzheim und Gochsheim, Frau auf Freudental und Neckarboihingen war 25 Jahre die einflussreiche Mätresse des Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg. Bis heute gilt die "Grävenitz" als eine der wenigen Frauen, die Politik und Gesellschaft in dieser Zeit entscheidend geprägt hat. Die Maitresse hielt sich ab 1721 zeitweise im Schloss Brenz auf und erhielt dieses zum lebenslänglichen Unterhalt.

Zum Schlosserlebnistag am 16. Juni 2019 kehrt die Reichsgräfin in Begleitung ihres Privatsekretärs Krippendorf erstmals wieder auf ihr Schloss zurück. Begleiten Sie Wilhelmine von Grävenitz bei ihrem Besuch. Lauschen Sie ihren aufregenden Geschichten über Liebe, Macht und Intrigen. Sie berichtet von jubelnden Höhen und tragischen Tiefen und entführt Sie in eine atemberaubende Gedankenwelt.

Schlosserlebnistag 2019-1Am 16. Juni 2019 ist es wieder soweit. Zum Schlosserlebnistag laden zahlreiche Schlösser, Burgen und Gärten im ganzen Land. 2019 findet der Schlosserlebnistag bereits zum neuten Mal statt: Am 16. Juni unter dem Motto „ A la francaise“.

Auch Schloss Brenz ist wieder mit dabei. Ein buntes Programm erwartet die Besucher. Neben der Reichsgräfin Wilhelmine von Grävenitz,  die von ihrem Privatsekretär Krippendorf begleitet wird, Bogenschießen und Basteln von Königs- und Königinnenkronen bietet der Partnerschaftsverein französische Speisen an. Weiter gibt es bei klassischen Barockspielen Preise zu gewinnen. Im Mittelpunkt des Tages stehen damit insbesondere Familien mit ihren Kindern. Das Programm startet ab 13.00 Uhr. Am Schlosserlebnistag ist das Schloss bis 18.00 Uhr geöffnet.

Veranstaltet wird der Schlosserlebnistag vom Arbeitskreis "Schlösser, Burgen und Gärten Baden-Württemberg", in dem sich staatliche und private Kulturdenkmale zusammengeschlossen haben. Ziel des Vereins ist, den kulturellen und touristischen Wert dieser Monumente deutlicher in das öffentliche Bewußtsein zu rücken.

 An diesem Tag ist der Eintritt in das Schloss frei.

Bild Bürgermeister_Neujahrsempfang_2019Neujahrsrede 2019

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

meine sehr geehrten Damen und Herren des Gemeinderates,
verehrte Gäste,

nach diesem stimmungsvollen und schönen musikalischen Auftakt durch Herrn Rossini Hayward, begrüße ich sie alle sehr herzlich zu unserem Neujahrsempfang und heiße Sie im Namen der Gemeinde Sontheim an der Brenz und persönlich hier in der Gemeindehalle ganz
herzlich willkommen. 
Herr Hayward ist englischer Konzertgitarrist. In London ist er geboren. Nach dem Umzug seiner Familie nach Wales, ist er dort aufgewachsen. Mit 20 Jahren bekam er seine erste klassische Gitarre und die hatte es ihm sogleich angetan. 2005 schloss er zunächst den Master der Ingenieurwissenschaften ab. Doch ein Angebot von Rolls-Royce lehnte er ab und bewarb sich lieber am Royal College of Music and Drama für einen Bachelor in klassischer Gitarre. 4 Jahre später begann er ein Studium an der Hochschule für Musik in Freiburg. Im Jahr 2012 schloss er mit Bestleistung den Master of Music ab. Herzlichen Willkommen Herr Hayward.

Meine Damen und Herren, 

ich freue mich, dass wieder viele Bürgerinnen und Bürger, Vertreter der Kirchen, der Kommunalpolitik und der Schule, unserer Vereine, der Unternehmen, der sozialen Verbände und viele ehrenamtlich Tätige der Einladung zu unserem jährlichen Neujahrsempfang gefolgt sind, damit wir gemeinsam in das noch junge Jahr 2019 starten können. Bei uns ist es ja schon ein guter Brauch, gleich zu Beginn eines neuen Jahres zusammenzukommen und einen bewährten Austausch fortzuführen. Und ich bin überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam viel für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde tun können. Schließlich eint uns ja auch die Verbundenheit zu unserer schönen Gemeinde. Ein ereignisreiches Jahr ist vorbei. Und wie immer kommt es einem so vor als sei es in Windeseile vergangen. Doch das ist nur ein Gefühl. Wieder einmal hatte das Jahr 12 Monate, 52 Wochen, 365 Tage und 8.760 Stunden. Egal wie man es rechnet, es war ein Jahr mit Ereignissen, bewegenden Momenten und der ganz persönlichen Highlights. Jeder wird sich an schöne Erlebnisse und Begegnungen erinnern können. Haben wir aber im vergangenen Jahr alle Aufgaben abgearbeitet, die wir uns vorgenommen haben? Wenn man sich am Morgen eine Aufgabenliste zusammenstellt, wie oft kommt es dann vor, dass man alle Aufgaben am Abend abgearbeitet hat? Schafft man das immer? Jeden zweiten Tag? Vielleicht einmal pro Woche? Wenn wir so ticken, wie die meisten Menschen, gehen wir gerade mal jeden 20. Tag mit einer komplett abgehakten Aufgabenliste in den Feierabend. Offensichtlich nehmen wir uns viel zu viel vor. Das wäre verzeihlich, wenn es unser erster Tag auf diesem Planeten wäre. Doch wir machen das schon seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten so. Manchmal ist es Wunschdenken, manchmal ist man Getriebener, dann sind es Finanzprobleme und oft genug kommt Unerwartetes dazu.

Unerwartetes kann man selbst bei bester Projektsteuerung nicht immer in den Planungen vorhersehen. Ein prominentes Beispiel ist das muschelförmige Opernhaus in Sydney, welches 1957 geplant wurde. Ziel war es, 1963 fertig zu werden bei Kosten von 7 Millionen Dollar. Es öffnete seine Tore 1973 – mit Kosten von 104 Millionen Dollar. 14-mal mehr! Nun bin ich froh, dass wir alle in unserer Gemeinde besser planen können, als dies in Australien bei diesem Projekt der Fall war. Auch für das Jahr 2019 werden wir alle wieder eine Aufgabenliste haben. Lassen Sie uns, die kommenden Aufgaben optimistisch und engagiert angehen und mögen unsere Aufgabenlisten am Ende des Jahres möglichst abgearbeitet sein.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

neulich habe ich ein altes Foto wiedergefunden: ca. 1971, meine Fußballmannschaft vom 1. FC Igersheim. Ich bin 8 Jahre alt, im gelb-schwarzen Trikot - eingerahmt von meinen Freunden und meinem Trainer.

Unser Coach und die Betreuer haben uns Kindern damals mit Ihrem Ehrenamt so viel Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt, sie haben uns trainiert und uns getröstet, sie haben uns zu den Spielen am Wochenende gefahren und bei Turnieren ausgehaart, bis es zurückging. Sie haben uns mitgeprägt .Im Verein habe ich nicht nur Freundschaften geschlossen, sondern auch verinnerlicht, wie wichtig Menschen sind, die sich nicht nur um sich selbst kümmern, die für andere da sind. Und genau dieses Engagement der Ehrenamtlichen braucht eine Gemeinde. Heute sind viele ehrenamtlich Tätige unter uns. Wir brauchen immer Leute wie Sie, damit eine Gemeinde attraktiv bleibt, damit eine Gemeinde lebenswert ist und letztendlich die Menschen unseres Dorfes zusammenfinden und zusammenkommen können. Ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen auch ein Foto aus der Zeit im Fußballverein, Handballverein, der Musikkapelle, Gesangverein oder der Feuerwehr aus den Kartons herauskramen können. Und die meisten werden sich mit Freude und mit Dankbarkeit an die Zeit zurückerinnern, die Ihnen ehrenamtlich tätige Menschen überhaupt erst ermöglicht haben. Ich möchte heute wiederum allen Ehrenamtlichen, die sich in unserer Gemeinde engagieren - auch im Namen des Gemeinderates - meinen allergrößten Respekt und meine Hochachtung für Ihr Engagement aussprechen.

Sie vermitteln Mädchen und Jungen Freude an dem was sie tun und sie geben ihnen den Mut, daran zu glauben, auch einmal in ihrer Sportart oder Musik erfolgreich zu sein. Sie machen sich stark für die sozialen Fragen unserer Gesellschaft. Sie übernehmen Verantwortung in den Vereinen. Sie kümmern sich um kranke oder sterbende Menschen. Sie setzen sich für andere Menschen ein oder Sie stellen Ihre Feierabende und Wochenenden in den Dienst der Wohlfahrt- und Hilfsorganisationen. Ihr Engagement ist vielfältig und Sie sorgen dafür, dass sich die Menschen in unserer Gemeinde „heimisch“ fühlen. Dieses Fundament brauchen wir in einer lebendigen Demokratie. Bitte engagieren Sie sich auch weiterhin so grandios in unserer Gemeinde. Auch wenn Sie dies nicht immer gesagt bekommen, die Menschen schätzen Ihre Leistungen und sind dankbar für Ihr Engagement. Ich bin stolz auf das, was Sie ständig leisten. Deshalb von mir nochmals ein großes Dankeschön. In diesem Zusammenhang gebührt auch dieses Jahr allen Spendern, Unterstützern und Sponsoren, die die Ehrenamtlichen und die Vereine in unserer Gemeinde unterstützen, ein herzlicher Dank.

Meine Damen und Herren,

nach den demografischen Prognosen, die vor einigen Jahren für die Gemeinde Sontheim an der Brenz vorausberechnet wurden, hätten wir jetzt im Jahr 2019 noch eine Bevölkerungszahl von 5.286. In diesem Fall bin ich froh, dass Prognosen nur Prognosen sind. Nicht mehr und nicht weniger. Wir haben mit Stand vom 30.09.2018 eine Einwohnerzahl von 5.465. Zurzeit können wir ein leichtes Wachstum feststellen. Im vergangenen Jahr habe ich berichtet, dass neben den Investitionsschwerpunkten Bildung und Betreuung oder der Schaffung von Wohnraum insbesondere das Erhalten, Sanieren und Modernisieren für die Kommunen zu einem Generationenauftrag ohne erkennbares Ende geworden ist und viel Finanzkraft bindet. Mit den Investitionen, die in diesem Zusammenhang bereits in hohem Maße getätigt wurden, tragen wir gemeinsam mit dem Gemeinderat Verantwortung für das Wohl und die Weiterentwicklung unserer Gemeinde. Und wir verbessern damit die Lebensqualität und Attraktivität für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Dass man sich in unserer Gemeinde wohlfühlen kann und vieles vor Ort zu bekommen ist, das wird auch außerhalb unserer Gemeindegrenzen wahrgenommen.

Nun verwundert es dann nicht, dass auch viele Auswärtige bei uns den Traum vom eigenen Haus oder den eigenen vier Wänden realisieren. Sie entscheiden sich ganz bewusst für unsere Gemeinde. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Doch zurücklehnen können wir uns noch lange nicht. Der eingeschlagene Weg muss im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten weiter verfolgt werden. Im vergangenen Jahr konnten wir wieder viele Bauplätze verkaufen.

In den Baugebieten “Watzelsdorfer Straße“ in Bergenweiler und „Oberer Bogen“ in Brenz sind alle Bauplätze verkauft.

Die Erschließung des Baugebietes „Oberer Bogen II“ mit 13 Bauplätzen ist abgeschlossen. Inzwischen sind bereits 10 Plätze verkauft. In diesem Jahr soll es mit der Erschließung des Bauabschnittes III im „Oberen Bogen“ mit 9 Bauplätzen weitergehen. Ebenfalls soll in diesem Jahr mit den Erschließungsarbeiten für den Bauabschnitt II der „Watzelsdorfer Straße“ in Bergenweiler begonnen werden.

Da auch in der Weiherbraike in Sontheim nur noch 4 Bauplätze der Gemeinde zu erwerben sind, hat der Gemeinderat bereits entschieden, die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Baugebiet „Riegele II“ auf den Weg zu bringen.

Die Dauer des Bebauungsplanverfahrens bestimmt dann den Beginn der Erschließungsarbeiten. Gleichzeitig werden wir im Rahmen der Sondierung von möglichen weiteren Baugebietsflächen Gespräche mit Grundstückseigentümern führen. Unsere Zielsetzung ist dabei, in allen 3 Ortsteilen rechtzeitig Bauland für die künftigen Bauwilligen bereitstellen zu können. Dieses Ziel können wir aber nur erreichen, wenn wir zum einen die erforderlichen Grundstücke von den jeweiligen Eigentümern zu fairen Konditionen erwerben können und zum anderen das Land und der Regionalverband weitere Wohnbauflächen auch genehmigen. Darüber hinaus sind wir auch am Erwerb von bebauten oder unbebauten Flächen im Innenbereich interessiert, um eine angemessene Innenentwicklung weiter forcieren zu können. Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf, falls Ihnen etwas zu Ohren gekommen ist oder falls Sie etwas wissen.

Schon jetzt vielen Dank für Ihre Unterstützung. Ein Beispiel für gute Innenentwicklung sind die Mehrfamilienhäuser in der Hauptstraße, die die Firma Oberhansl aus Giengen verwirklicht hat.

Wie Sie wissen hatte die Gemeinde das Grundstück des Alten Rewe-Marktes in der Heinrich-Röhm-Straße aufgekauft und an die Firma Bendl aus Günzburg veräußert. Die Firma Bendl plant dort 3 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 30 Eigentumswohnungen. Auch bei der Projektierung des Grundstückes in der Hermaringer Straße/Sachsenhauser Weg in Brenz bewegt sich etwas. Die Firma Wohnbau Kling aus Heidenheim möchte hier ebenfalls Mehrfamilienhäuser mit bis zu 18 Eigentumswohnungen umsetzen. Die Umsetzung der genannten Projekte wird sich sicherlich auch auf die weitere Bevölkerungsentwicklung positiv auswirken. Wir müssen allerdings dann auch davon ausgehen, dass sich der Bedarf an Plätzen im Bereich der Betreuung und frühkindlichen Erziehung ebenfalls erhöhen kann. Darauf müssen wir vorbereitet sein und darauf werden wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten reagieren.

Deshalb sind wir mit dem Gemeinderat im stetigen konstruktiven Austausch, wie die Schaffung von weiteren Betreuungsplätzen im Bereich der 3 bis 6-jährigen Kinder und im Krippenbereich sinnvoll und vor allem bedarfsgerecht realisiert werden kann. So haben wir beispielsweise im Alten Rathaus bereits eine Kleinkrippe für die unter 3-jährigen Kinder eingerichtet. Diese wird in diesem Jahr noch weiter ausgebaut, um zusätzliche Krippenplätze anbieten zu können. Dennoch benötigen wir in der Zukunft weitere Krippenplätze im Bereich der unter 3-jährigen Kinder. Denkbar ist eine Erweiterung in den Räumlichkeiten des Franziskuskindergartens.

Hierfür wurden bereits vorausschauend bei der Sanierung dieses Kindergartens die baulichen Rahmenbedingungen geschaffen, um möglichst flexibel auf Veränderungen in der Kindergartenlandschaft reagieren zu können. Allerdings müssen hierzu die finanziellen Rahmenbedingungen passen und unsere Anträge auf Fördermittel aus der Fachförderung und dem Ausgleichsstock erfolgreich sein. Im Falle der Umsetzung dieser Erweiterungsmaßnahme würden wir einen weiteren Beitrag zum Prädikat „Familienbewusste Kommune Plus“ leisten. Im diesem Jahr steht die Überprüfung und Neuzertifizierung an. Nachdem wir in den letzten 3 Jahren weitere Projekte im Rahmen der Familienfreundlichkeit umgesetzt haben sehe ich dieser Prüfung optimistisch entgegen. An dieser Stelle möchte ich allen kirchlichen Trägern, den Kindergartenleitungen und den Erzieherinnen/Erziehern in den Kindergärten meinen Dank für die gute Zusammenarbeit und die engagierte Arbeit mit den Kindern aussprechen.

Neben einem ausgewogenen Betreuungsangebot ist es uns auch wichtig, dass unsere Schule als eine moderne Bildungseinrichtung wahrgenommen wird. Das sogenannte „Hauptschulgebäude“ hat eine veraltete Bausubstanz, einen hohen Energieverbrauch und auch technisch veraltete Anlagen. Im vergangenen Jahr konnte mit der Außensanierung begonnen und rechtzeitig bis Ende November fertiggestellt werden. Dank der hohen Förderungen konnten wir eine Gesamtförderquote von ca. 70 % erreichen. Auch für die Innensanierung erhalten wir aus dem Ausgleichsstock und dem Kommunalen Sanierungsfonds des Landes Fördermittel in Höhe von 1,67 Millionen Euro. Dies wird einer Förderquote von 60 bis 70 % entsprechen. Bereits im August 2018 hatte der Gemeinderat zunächst grundsätzlich einer Innensanierung zugestimmt. In der Dezembersitzung wurden dann die Ausschreibung und die Umsetzung der Maßnahmen im Zeitraum des Schuljahres 2019/2020 einstimmig beschlossen.

Nur durch die hohen Fördersummen – die in dieser Höhe so nicht üblich sind - können wir die Sanierungsmaßnahmen, so wie sie jetzt geplant sind, voraussichtlich in die Tat umsetzen. Deshalb darf ich den Förderstellen und dem Land Baden-Württemberg unseren großen Dank aussprechen.

Im vergangenen Jahr mussten wir zusammen mit unserer Schule und den Eltern eine Entscheidung über die Zukunft unserer Grundschulaußenstelle in Brenz treffen. Seit mehreren Jahren hatten sich an dieser Außenstelle die Schülerzahlen auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Dies führte letztendlich dazu, dass bereits seit 2008 jahrgangsgemischte Klassen eingerichtet wurden.

Zur Schulanmeldung im April 2018 wurde kein Kind für die Außenstelle in Brenz angemeldet und dies hätte zur Folge gehabt, dass nur noch eine jahrgangsübergreifende Klasse 2 bis 4 gebildet werden kann.Da auch die Prognosen für die kommenden Jahre keine wesentlichen Veränderungen aufzeigten, war nun ernsthaft über die weitere Zukunft der Außenstelle in Brenz zu diskutieren. Dabei war es dem Gemeinderat, der Schulleitung und mir wichtig, dass die Eltern frühzeitig in den Prozess der Entscheidungsfindung eingebunden werden. Nach vielen Sitzungen und 2. Sonderelternabenden konnte ein, von allen getragener Beschlussvorschlag erarbeitet werden. Ich möchte auch heute nochmal dem Staatlichen Schulamt Göppingen für die fachliche Begleitung und hilfreiche Beratung danken. Mein großer Dank gilt aber den Eltern für deren konstruktive Mitwirkung, die sachliche Diskussion und den fairen Meinungsaustausch. Das war beispielgebend. Letztendlich haben wir im Gemeinderat – auch mit schweren Herzen, aber den sachlichen Grundlagen folgend – einstimmig entschieden, die Außenstelle in Brenz unserer Grundschule mit Ablauf des Schuljahres 2019/2020 aufzuheben.

Meine Damen und Herren,

eine leistungsfähige digitale Infrastruktur wird in der Zukunft immer mehr eine wichtige Rolle spielen. Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Telekom in Sontheim die Kabelverzweiger mit Glasfaser angefahren und mit der Supervectoring-Technik ausgebaut. Damit ist nun im günstigsten Fall eine Bandbreite von maximal 250 MB möglich. Auch wenn nicht alle diese hohen Bandbreiten erhalten, stellt dieser Ausbau eine sehr deutliche Verbesserung der digitalen Infrastruktur in unserer Gemeinde dar. Unser langfristig ausgelegtes Ziel bleibt der Glasfaserausbau bis ans Haus. Deshalb werden wir weiterhin bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre nach unserem Allgemeinen Breitbandplan mitverlegen. Damit eine homogene, flächendeckende und zukunftsgerichtete Breitbandversorgung erreicht werden kann, besteht auch ein öffentlich-rechtlicher Vertrag über die Interkommunale Zusammenarbeit zur Verbesserung der Breitbandversorgung und gemeinsamen Netzbetreibersuche im Landkreis Heidenheim. Im Dezember hat der Verwaltungsausschusses des Kreistags im Namen der teilnehmenden Kommunen den Auftrag zur Verpachtung kommunaler Hoch- und Höchstgeschwindigkeitsnetze vergeben. Im vergangenen Jahr hatte ich informiert, dass wir im Bereich der Straßensanierungen rechnerisch 15 Jahre lang durchschnittlich 200.000 Euro pro Jahr investieren müssen, um hier den Sanierungsstau nicht weiter aufzubauen.

Die Sanierungsmaßnahmen in einem Teilabschnitt des Finkenweges haben wir im vergangenen Jahr abgeschlossen. Und auch ein Abschnitt der Gemeindeverbindungsstraße Schwarzenwang nach Riedhausen konnte saniert werden.
Ebenfalls wurde die Sanierung des Kreuzungsbereiches Niederstotzinger Straße/Hauptstraße/Brenzer Straße vom Bahnübergang bis zum Rathaus gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und dem Landkreis Heidenheim zum Abschluss gebracht. Des Weiteren konnte die Radwegbrücke nach Niederstotzingen gemeinsam mit der Stadt Niederstotzingen erneuert werden.
Auch die Kanalsanierungsmaßnahmen im Gemeindegebiet werden in den nächsten 8 – 10 Jahren beträchtlich Finanzkraft binden, wenn die Maßnahmen im bislang bekannten Umfang umgesetzt werden müssen. Wir haben ein komplexes Entwässerungssystem aus über 40 km Misch-, Schmutz- und Niederschlagsabwasserleitungen und diversen Sonderbauwerken, die in einem Allgemeinen Kanalisationsplan erfasst sind. Demnach sind Maßnahmen umzusetzen, die die Erteilung der wasserrechtlichen Genehmigung sichern. Bis Ende 2027 ist mit einem Investitionsvolumen von ca. 3,5 Millionen Euro zu rechnen.

Maßnahmen, die in der Öffentlichkeit nicht immer wahrgenommen werden, die aber, wie eingangs erwähnt, ins Geld gehen.

Meine Damen und Herren,           

Ihnen allen ist der schreckliche Brand in einem Wohngebäude in Brenz kurz vor dem Jahreswechsel bekannt. Ich selbst war am Tag dieses traurigen Ereignisses mehrere Stunden vor Ort, aber auch am nächsten Tag. Dabei hat mich beeindruckt, wie professionell und gut strukturiert die Zusammenarbeit zwischen allen Einsatzkräften funktioniert hat. Die Feuerwehren aus unserer Gemeinde, aus dem Landkreis, aus Bayern, Kreisbrandmeister, das DRK, Notfallseelsorge, Tierärztin, Polizei, Bauhof, Verwaltung und EnBW haben bestens miteinander kooperiert. Nur durch dieses hervorragende Miteinander konnte noch größerer Schaden – auch an Nachbargebäuden – vermieden werden.

Zunächst darf ich allen Einsatzkräften meinen Respekt und großen Dank für diese vorbildliche Leistung aussprechen.

Sie haben unter Einsatz Ihrer eigenen Gesundheit Ihr Bestes gegeben und Sie sind bis an Ihre Leistungsgrenzen gegangen. Den Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr und allen voran dem Kommandanten Jochen Schmid und seinem Stellvertreter Herrn Steffen Hornung darf ich am heutigen Abend nochmals ein riesiges Kompliment aussprechen. Insbesondere, wenn man die Menschen persönlich kennt, die vom Schadensereignis betroffen sind, dann geht ein solcher Einsatz noch mehr an die Nieren. Deshalb ist umso bemerkenswerter, dass Sie unter diesen Umständen die Ruhe bewahrt haben und den Einsatz souverän gemeistert haben.

Was mich allerdings gestört hat, waren Gaffer und Neugierige, die insbesondere den Einsatz der Rettungskräfte gestört haben. Mein Aufruf: Lassen Sie das künftig bitte sein und überlegen sie sich, wie es wäre, wenn sie selbst das Opfer bzw. Geschädigter wären.

Dieser Einsatz zeigt uns aber auch auf, wie wichtig es ist, eine gut ausgestattete und gut ausgebildete Freiwillige Feuerwehr vor Ort zu haben. Und vor allem Menschen, die sich uneigennützig und ehrenamtlich für und in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren.

Ein Brand kann aus verschiedensten Gründen in jedem Gebäude/Wohngebäude in unserer Gemeinde ausbrechen. Dann ist jeder froh und dankbar, wenn ihm schnell geholfen werden kann.

Das Feuerwehrgerätehaus der Abteilung Sontheim ist ins Alter gekommen, und die Anforderungen an eine solche Einrichtung haben sich verändert. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um verlässliche Grundlagen für die weiteren Überlegungen zu erhalten. Nach Analyse der Inhalte der Machbarkeitsstudie werden zusammen mit dem Gemeinderat und unter Einbindung der Führungsspitze unserer Freiwilligen Feuerwehr weitere Gespräche geführt, wie und wann dieses Projekt realisiert und insbesondere die Finanzierbarkeit erreicht werden kann. Was mich im Moment berührt, ist die Initiative zur Unterstützung der betroffenen Familie und die große Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung und der näheren Region. 

Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe sind bei uns lebendige Werte geworden und keine leeren Worthülsen. In dieser Form ist das nicht selbstverständlich. Dieser Zusammenhalt darf Sie alle stolz machen.

Für dieses Zeichen der Menschlichkeit möchte ich Danke sagen.

Meine Damen und Herren,

unsere freundschaftlichen Beziehungen zu unserer Partnerstadt St. Valery en Caux bestehen seit dem 22. Mai 1993.

Wir konnten im vergangenen Jahr in Frankreich das 25-jährige Jubiläum unserer Freundschaft gemeinsam feiern.

Mit einer 90-köpfigen Delegation sind wir in die Normandie gefahren. Unsere französischen Freunde hatten ein großes und abwechslungsreiches Programm vorbereitet, um noch besser Land und Leute, vor allem die Umgebung kennenlernen zu dürfen. Daneben kamen auch die offiziellen Anlässe nicht zu kurz. Die Tage vergingen wie im Fluge. Die Gastfreundschaft war groß. Wir konnten Freundschaften vertiefen, neue aufbauen und vor allem die Dynamik unserer deutsch-französischen Partnerschaft ankurbeln. Wir werden diese Tage in bester Erinnerung behalten. Zunächst darf ich allen Mitreisenden Danke sagen, dass Sie unsere Gemeinde so würdig und zahlreich in Frankreich vertreten haben. Danke auch an die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die sich mit auf die Reise gemacht haben.

Das war super, denn je früher Freundschaften entstehen, umso stärker kann sich die innere Verbundenheit zwischen unseren beiden Gemeinden entwickeln. Und natürlich gebührt mein Dank der Vorsitzenden Frau Kutschera, der Vorstandschaft und den Mitgliedern des Partnerschaftsvereins, den Übersetzern und meiner Verwaltung für die tolle Zusammenarbeit und Organisation dieser Reise. Auch der Schwäbische Albverein war im August in St. Valery en Caux und hat dort mit seinen Auftritten begeistert. Und in diesem Jahr möchte uns eine kleine Gruppe aus St. Valery en Caux besuchen.

Der Handels- und Gewerbeverein mit seinem Vorsitzenden Herrn Karl Rechthaler hat auch im Jahr 2018 wieder mit vielen Aktivitäten und mit viel Engagement auf unseren Wirtschaftsstandort sowie auf unsere unternehmerische Vielfalt und Stärke aufmerksam gemacht. Ob es nun Kirchweihmarkt, Weihnachtsverlosung, Frühlingserwachen oder das Projekt „ Ich kauf in Sontheim … und Du?“ sind, sie haben damit weit über unsere Gemeindegrenzen hinaus Wirkung erzielt. Dafür und auch für Ihre Treue zu unserer Gemeinde, darf ich Ihnen Danke sagen. Danke auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das gute Miteinander. Ich möchte Ihnen aber auch Mut machen, die eingeschlagenen erfolgreichen Wege weiter zu beschreiten und ich freue mich auf die gemeinsamen Begegnungen in diesem Jahr.

Meine Damen und Herren,

der Neubau der Brenzbrücke in Bergenweiler ist aufgrund des Zustandes dieser Brücke erforderlich. Der Landkreis Heidenheim ist hierfür der Kostenträger. In der Dezembersitzung des Kreistages wurde nun der Auftrag für die Baumaßnahmen vergeben. Aus naturschutzrechtlichen Gründen darf ein Eingriff in den Bereich der Brenz nur im Zeitraum zwischen September und Februar erfolgen. Baubeginn wird deshalb voraussichtlich im September 2019 sein.

Und da haben wir noch ein viel diskutiertes Thema: die Sanierung des Lückenschlusses der B 492 zwischen Brenz/Bergenweiler und Hermaringen. Vor einem Jahr konnten wir betroffenen Bürgermeister, wie auch Sie, in der Heidenheimer Zeitung lesen, dass diese Maßnahme von Frühjahr 2018 um ein Jahr auf Frühjahr 2019 verschoben wird. Damals hatte ich schon in meinem Schreiben an den Verkehrsminister geschrieben, dass sich der Lückenschluss zu einer unendlichen Geschichte entwickelt und diese Verzögerung ein Rückschlag für unsere Region ist.

Dieses Zwischenstück ist nicht nur in einem schlechten Zustand, sondern birgt trotz Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h aufgrund seiner ungünstigen Straßenführung ein erhöhtes Unfallrisiko in sich. Nun sind wohl die Baukosten von 5,6 Millionen Euro auf 18 Millionen Euro gestiegen. Die Gründe konnten Sie aus der Zeitung entnehmen.

Eine weitere Verzögerung ist zu befürchten.

Ich finde es enttäuschend, wenn ein Ministerium in Zeiten moderner Kommunikationsmöglichkeiten es nicht für notwendig hält, die betroffenen Kommunen rechtzeitig und regelmäßig über den Stand des Verfahrens zu informieren. Und das passiert leider nicht zum ersten Mal. Erst wenn die Bagger anrollen, wird es wohl tatsächlich losgehen.

Meine Damen und Herren,

als Kernelement des Paktes für Integration fördert das Land Baden-Württemberg das Integrationsmanagement in den Kommunen. Voraussetzung ist eine 1 Vollzeitstelle. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Stadt Niederstotzingen einen Integrationsmanager eingestellt, der zu 60 % für unsere Gemeinde und zu 40 % für Niederstotzingen tätig ist. Diese Stelle ist für die Kommunen fast kostenneutral. Marcus Weichl übt seit Mai des vergangenen Jahres das Integrationsmanagement bei uns aus. Im Oktober hat er im Gemeinderat seine Arbeit vorgestellt.

In unserer Gemeinde leben im Moment 47 Flüchtlinge. Darunter 22 Kinder und Jugendliche. 37 wohnen in der Anschlussunterbringung und 10 in privaten Wohnungen. Die meisten kommen aus dem Irak (24) und aus Syrien (17).

Für die Flüchtlinge werden individuelle Integrationspläne mit Zielvereinbarungen erstellt, um die Selbständigkeit und Selbstverantwortung für eine erfolgreiche Integration in Deutschland zu fördern. Die Ziele können in Handlungsfeldern wie z. B. Sprache, Bildung, Arbeit, Wohnen oder Gesundheit formuliert werden. Die Förderung des Landes war ursprünglich auf 24 Monate ausgelegt. Vor kurzem wurde die Möglichkeit eröffnet um weitere 12 Monate zu verlängern.

Das ist eine richtige Entscheidung, denn Integration braucht seine Zeit. Vermutlich werden auch die 3 Jahre noch nicht für eine nachhaltige Integration ausreichen. Dem Freundeskreis Asyl Sontheim darf ich für seine Unterstützung und Mitwirkung meinen herzlichen Dank aussprechen. Unser Schloss Brenz wird nach wie vor für Veranstaltungen, als Fotomotiv und für Trauungen stark nachgefragt und genutzt. Das Renaissanceschloss ist aber auch ein beliebter touristischer Anziehungspunkt in unserer Region. Nun bin ich froh, dass wir mit dem Förderverein Schloss Brenz und den Museumsführern Menschen an unserer Seite haben, die meine Verwaltung unterstützen und damit wesentlich dazu beitragen, dass dieses kulturhistorisch bedeutsame Gebäude weiterhin an Bekanntheitsgrad gewinnt und positiv wahrgenommen wird. Ob es nun regelmäßige Führungen sind, oder Tag des offenen Denkmals, Internationaler Museumstag und weitere Aktivitäten. Für dieses sehr wichtige Engagement möchte ich Ihnen auch in diesem Jahr meinen herzlichen Dank aussprechen. Auch im Jahr 2018 haben sich wieder viele Paare in unserem romantischen Schloss das Ja-Wort gegeben und/oder ihr Hochzeit gefeiert. Moderne Veranstaltungsräumlichkeiten und ein zauberhaftes Ambiente machen unser Schloss zum „Hochzeitsschloss“. Vielen Dank an unsere Standesbeamtin Frau Kuhles, an Frau Baumann und Herrn Hörger, die immer dafür sorgen, dass sich die Brautpaare wohlfühlen und die Trauung zu einem unvergesslichen Moment wird. Mit der dritten Auflage des Musikfestivals Schloss Brenz fanden 2018 erneut klassische Konzerte im Rittersaal von Schloss Brenz, sowie der benachbarten Galluskirche statt. Eine wiederum gestiegene Auslastung auf nun über 90 %, sowie großer Zuspruch seitens des Publikums bestätigen, dass das Festival sich etabliert hat und die Menschen anspricht.

Auch als Gemeinde wollen wir das tolle Engagement von Herrn Grau, den Musikern und Förderern unterstützen.

Der Gemeinderat hat im Dezember entschieden, dass wir für das vergangene Jahr und zunächst für die Jahre 2019 und 2020 die Räume im Schloss Brenz zur Förderung der klassischen Musik für diese Festivalwoche gebührenfrei bis zu einem maximalen jährlichen Betrag in Höhe von 2.000 Euro zur Verfügung stellen. Nun freuen wir uns auf die vierte Auflage des Musikfestivals Schloss Brenz.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

rückblickend können wir feststellen, dass sich in unserer Gemeinde im Jahr 2018 wieder viel bewegt hat und so einiges los war. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass ich in der Neujahrsansprache nicht auf alle Aktivitäten und Entwicklungen eingehen kann, obgleich diese auch von hoher Wertigkeit waren. Deswegen möchte ich nur noch kurz einige Themen ansprechen: Mit unser Hausarztpraxis und weiteren Akteuren sind wir im ständigen Austausch, wie die allgemeinärztliche Versorgung in Sontheim an der Brenz in der Zukunft weiterentwickelt werden kann.

Aus dem Projekt „WiFi4EU“ der Europäischen Union erhalten wir einen Gutschein in Höhe von 15.000 Euro zum Aufbau eines für die Bürger kostenlosen WLAN-Netzes. Unsere Bewerbung war erfolgreich. Nur ca. 10 % der deutschen Bewerbungen sind zum Zuge gekommen. Der Gemeinderat hat grundsätzlich der Einrichtung eines Öko-Kontos zugestimmt. Ein Flächenpool wird nun aufgebaut und bewertet.

In der Heidenheimer Zeitung war im November zu lesen: „Nach dem Reparieren folgt jetzt das Optimieren“. In der Dillinger Zeitung stand: „Rekordumsatz bei Röhm“. Das sind tolle Schlagzeilen für die Firma Röhm und die Mitarbeiter. Die Firma Röhm ist der größte Arbeitgeber in unserer Gemeinde und viele Familien sind mit der Firma Röhm eng verbunden. Die Firma Röhm ist bei uns verwurzelt und nicht wegzudenken. Ich darf Herrn Dr. Helmut Rothenberger und dem Geschäftsführer Herrn Gerhard Glanz für Ihr großes Engagement meinen herzlichen Dank aussprechen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Firma Röhm und für die geplanten Investitionen bzw. Vorhaben ein gutes Gelingen. Neben dem Rewe-Markt sind der Drogeriemarkt dm und ein Getränkemarkt geplant. Auf dem ehemaligen Gelände der Baufirma Schauz sollen ein größerer NORMA-Markt und ein Fachmarkt entstehen. Nachdem die planungs- und baurechtlichen Angelegenheiten geklärt sind, freuen wir uns auf einen baldigen Baubeginn. Im Mai dieses Jahres finden die Europa- und Kommunalwahlen (Gemeinderat, sowie Kreistag) statt. Die Sontheimer Hausgemeinschaften des Arbeiter-Samariter-Bundes haben vor über einem Jahr ihren Betrieb aufgenommen. Ein Seniorenpflegeheim ist wichtig für die älteren Menschen in unserer Gemeinde. Ich wünsche der Leitung Frau Hildebrandt, dass Sie es gemeinsam mit Ihrem Team immer schaffen, den Bewohnern Ihres Hauses einen Ort der Geborgenheit und des Wohlfühlens vorzuhalten.

Meine Damen und Herren,

hinter allen Entwicklungen unserer Gemeinde stehen viele Personen, die dies mit ermöglicht haben.Den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten darf ich für die gute Zusammenarbeit und für Ihre ehrenamtliche Arbeit herzlich danken. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich vieles wandelt und gesellschaftliche sowie politische Veränderungen auch gemeindliche Entscheidungen abverlangen, die es wohl bedacht vorzubereiten gilt, ist das Amt einer Gemeinderätin/eines Gemeinderates herausfordernd und fordernd zugleich. In unserem Gemeinderat wird gute Arbeit geleistet, Arbeit die wir gerne für unsere Bürgerinnen und Bürger leisten. Ein großer Dank gebührt wiederum meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen es auch im vergangenen Jahr wieder gelungen ist - trotz Personalengpässen die vielen Projekte voranzutreiben und dabei noch den ganz normalen Verwaltungsalltag zu bewältigen. Eine tolle Leistung.

Meine Damen und Herren,

bestimmt hat jeder von Ihnen einmal eine neue Wanderung gemacht. Man startet mit Menschen die uns nahe stehen und macht sich auf den Weg. Eigentlich ist es mit einem Neuen Jahr ähnlich. Der Weg führt uns über ebene Strecken, die leicht zu begehen sind und uns keine Probleme bereiten. Wir treffen Menschen, wir erleben schöne Momente, Überraschungen bleiben auch nicht aus. Es gibt steile und anstrengende Abschnitte aber auch steinige, holprige Strecken, die es vorsichtig zu überwinden gilt. Dazwischen machen wir eine Rast, um uns für das restliche Stück des Weges zu erholen. Dann geht es wieder weiter bis zum Ziel unserer Wanderung. Angekommen freuen wir uns über die schöne Wanderung, machen einen schmackhaften Einkehrschwung und sind stolz auf das Erreichte. Dann planen wir die nächste Wanderung und stellen fest: Das schöne im Leben ist doch, dass es immer irgendwie weitergeht!

Lassen Sie uns im Jahr 2019 gemeinsam Zukunft denken, achtsam Neues schaffen und lassen Sie uns miteinander unseren Lebensraum gestalten. Unser aller Engagement bringt uns und unsere Gemeinde Sontheim an der Brenz voran. Nun wünsche ich Ihnen ein paar schöne Stunden auf unserem Neujahrsempfang und hoffe, dass wir alle ein gesundes, glückliches sowie schönes und erfolgreiches Jahr 2019 erleben dürfen.

Herzlichen Dank.

-       Es gilt das gesprochene Wort -